Als die Amsel verstummte
Der Gedichtband »Als die Amsel verstummte« widmet sich den Sternenkindern und dem Lyriker und Theaterregisseur Jürgen Brandtner. Dieser Band wird auch einige ungarische Übersetzungen enthalten, die die Schönheit und Tiefe der Gedichte für ein breiteres Publikum und einen Teil der Familie väterlicherseits zugänglich machen. Der Gedichtband ist für den Sommer 2025 geplant.
Hintergrund
›Als die Amsel verstummte‹ ist ein poetisches Werk, das meine Leser auf meine Reise durch die Empfindungen und Gedanken mitnimmt. Ich möchte euch einladen, über das Leben, die Liebe und die Vergänglichkeit nachzudenken, aber euch auch mit dem Kapitel Lebensnahes Ernslustiges & Tierisch Menschliches ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Die Wahl des Titels ›Als die Amsel verstummte‹ verweist auf die Stille, die in manchen Momenten des Lebens einkehrt. Es geschieht in den ruhigen Augenblicken, dass die Gedanken klarer werden und die tieferen Emotionen zum Ausdruck kommen. Aber auch der Trauer und der Freude, der Ironie und dem Humor wird genügend Raum gelassen.

Wenn ich eine Rose wär'
Wenn ich eine Rose wär'
unnahbar und schön
nur im Regen würd' ich schwer
durch Tränen nicht vergeh'n.
Würde mich, solang' ich blühe
der Sonn' entgegen neigen
würde mich mit wenig Mühe
von schönster Seite zeigen.
Und ein jeder spitze Dorn
würd' sich wehrend regen
ach, zum Schutze, nicht im Zorn
im Stolze gar verwegen.
Würde, wenn ich einst vergehe
in Liebe festgehalten
und kein Wind, der mich verwehe
ließe mich erkalten.
Wenn ich eine Rose wär'
unnahbar und schön
würd ich nicht im Schmerze sehr
im MenschenSein vergeh'n.
Schweinerei!
(Aus dem Satirekabinett)
Es sagt sich schnell: »Du dummes Schwein«,
dabei soll es so dumm nicht sein,
sogar gleicht‘s Schwein im Intellekt
den Primaten längst perfekt.
Wälzt sich im Schlamm, weil‘s reinigt,
von Parasiten gar gepeinigt,
und weil das Schwein will senken nur
seine Körpertemp‘ratur.
Es weiß genaustens um sein ICH,
im Spiegel es sich selbst erkennt,
bleibt manchem Menschen - oh freilich,
dagegen eig‘ner Anblick fremd.
Das Schwein, es wird beschimpft - fatal!
Dabei ist‘s überaus sozial,
es tötet nie im eignen Stall,
kein Schwein bringt es mit Hass zu Fall.
Lasst euch heute mal belehren:
Das Schwein, es sei viel mehr zu ehren.
Und jene, die sich Menschen nennen,
soll‘n am Schweine Vorbild kennen!
Bloß
Du kannst von mir haben
mein Lachen
meine Tränen
meinen Schlaf
und mein Erwachen.
Jedes meiner Worte
meine Bücher
von Goethe
meinen Lieblingswein
und vertraute Orte.
Ich fange den Mond
auf deiner Haut
Trage Regentropfen
zu warmen Wellen
Fange die Stille
ist es dir zu laut.
Ist es dir zu hell
lösche ich die Lichter
Schiebe die Sonne weiter
Male Schatten
auf uns're Gesichter.
Ich küsse Engel
in dein Haar
Atme die Winde
hinein in die Linde
Schluchze das Salz
aus deinem Herzen.
Liebe dir ein Floß
aus Zuckerholz
Schweige dir die Zeit
von morgen
zurück
Bloß
Näher kannst du
mich nicht finden
Lass nicht
Mich
Meinem Blicke
entschwinden.