Ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert ...

Ende Oktober 1967  wurde ich in Radeberg bei Dresden geboren. Bei meiner Arbeit als Autorin  bin ich auf der Suche nach Antworten in Seele und Geist. Ich schreibe  Aphorismen, Lyrik, Romane sowie Liedtexte. In meiner Firma »Textmanufaktur Kling« arbeite ich als freiberufliche Lektorin und Texterin.

Mit einer Mikrofonattrappe stand ich in meinem Zimmer in einer Neubausiedlung und sang Marianne Rosenberg oder Hits von Udo Lindenberg nach. Damit sorgte ich für einige Belustigungen (beim Lied Sonderzug nach Pankow eher weniger, denn wir mussten ja sozialistisch-konform bleiben!).

Nun ja, wahrscheinlich hatte mein Geträllertes doch irgendwas ... Ich erhielt in meiner Jugend zwei Jahre Gesangsunterricht durch einen Gesangslehrer des Operettentheaters Dresden (Herr Jahn), der mich bei einem Wettbewerb an der Berufsschule Melanchtonstraße als Talent einstufte, und der Meinung war, ich könne Musik studieren. Ich sang aus dem damals bekannten Musical My Fair Lady einige bekannte Titel und bei dem Lied

Ich hätt' getanzt heut Nacht [I could have danced all night]

scheiterte ich immer wieder an einem einzigen Ton ... In dem Moment, wo die Dame noch nicht ins Bett wollte, brach meine Stimme. Herr Jahns verzweifelte und ich traute mich ohnehin nicht, aus den vorgegebenen Normen auszubrechen. Also brach ich mit sämtlichen Träumen und stieg ins Berufleben in der Justiz auf. Damals war alles noch nicht so leicht wie heute, und man war eher dafür, einen anständigen Beruf zu erlernen. Das tat ich – und ich bin heute dankbar dafür.

Auch in einem Fanfarenzug (Aleksander Zawadzki unter der Leitung des unvergesslichen Herrn Hinz und seiner Frau) spielte ich als Kind viele Jahre. Geprobt wurde in der Nähe der Dresdner Annenkirche in einer Schule. Wir traten mit Küren in ganz Deutschland auf, auch anlässlich des Jugendfestivals in Berlin. Es war eine wunderschöne Zeit, an die ich mich sehr gern erinnere (nur der damalige Mieter unter mir nicht, wegen dem ich bei Übungen zu Hause –  verständlicherweise – in den Kleiderschrank blasen musste, um die Geräusche zu  dämmen und ihn nach den Nachtschichten schlafen zu lassen).

Aber meine Leidenschaft, mit der mich meine (von mir heute noch verehrte) Deutschlehrerin der 110. POS in Dresden Süd angesteckt hatte:  das geschriebene Wort, genau das hatte die Oberhand genommen.

Lest gern auch unter dem Menü Fit, Ketchup oder Frieden.

Meine  Bissigkeit und der Hang, das Groteske dieser Welt in witzige Verse zu packen, hat bei Lesungen in der Vergangenheit mein Publikum in seinen Bann gezogen. Hin und wieder trällerte ich ein Liedchen, aber eine Sängerin wird nicht mehr aus mir.  (Herr Jahns, bitte verzeihen Sie mir!)

2025 wird der neue Gedichtband »Als die Amsel verstummte« erscheinen. Er enthält einige Übersetzungen ins Ungarische.

Na, und Aphorismen respektive Lebensweisheiten gibt es schon wieder eine ganze Menge. Die werden für ein Buch mit dem Titel Gedreht und gewendet gesammelt.

Ich bin Mitglied im Deutschen Aphorismus-Archiv (DAphA) sowie im Joachim Ringelnatz-Verein Wurzen.